Stena Line GmbH & Co.KG folgen

Stena Danica heizt mit Göteborger Müll

Pressemitteilung   •   Dez 01, 2014 17:27 CET

Das Fernwärme-System der Stadt Göteborg heizt nicht nur die Gebäude der Stadt: Eine neue, innovative Zusammenarbeit mit Stena Line ermöglicht nun, auch Fähren zu beheizen. Im Rahmen eines einzigartigen Gemeinschaftsprojektes mit dem Energieversorgungsunternehmen der Stadt wechselte die Stena Danica von der Beheizung mit Diesel auf Fernwärme und unterstützt so die Umwelt. Stena Danica ist die erste täglich verkehrende Fähre, die durch Fernwärme beheizt wird.

Vor einem Jahr kontaktierte Göteborg Energi Ingemar Sörensson vom Ship Management bei Stena Line mit der Idee: Göteborg ist eine von fünf ausgewählten EU-Städten, die neue Vorschläge zur Verwendung überschüssiger Wärme entwickelt. Göteborg wollte die Idee mit etwas Stadt-typischem verbinden und kam daher auf Stena Line. Es sollte ein Weg gefunden werden, wie Fähren mit Fernwärme ihren Energiebedarf decken könnten.

„Generell sind Fähren wie alle großen Gebäude beheizt. Aufgrund ihrer „Isolierung“ bedarf es jedoch sehr viel Energie, um sie warm zu halten, vor allem im Winter. Als sich Göteborg Energi mit der Idee an uns wandte, waren wir natürlich sehr interessiert,“ erklärt Ingemar Sörensson. Die Schiffe werden in der Regel mit Öl beheizt. Idee war nun, die Stena Danica nachts, wenn das Schiff im Hafen liegt, mit der Fernwärmeleitung der Stadt und des Masthuget Terminals zu versorgen. Auf diese Weise würden sowohl die Heizkosten als auch die Kohlendioxid-Emission auf einzigartige und innovative Weise reduziert werden.

Die Installationen, die von der EU finanziert wurden, begannen diesen Sommer. Ein Teil des Heizwassers wird nun von einem separaten Behälter mit Wärmetauscher bezogen. Von dort fließt das Wasser durch Schläuche, die wiederum mit der Fähre von 2 Uhr bis 9:15 Uhr verbunden sind. Im Inneren des Schiffes wurde die interne Heizungsanlage umgebaut, um die neue Wärmequelle unterzubringen.

„Diese Initiative spart uns zwar nicht signifikant Kosten ein, aber sie hat den positiven Nutzen, dass wir uns unabhängiger von Öl machen und unsere Kohlendioxid-Emissionen auf innovative Weise reduzieren und die Umwelt entlasten. Der Arbeitsaufwand zum Einbau des neuen Systems liegt voraussichtlich bei einer halben Million SEK, zugleich erwarten wir aber einen positiven Effekt über die nächsten 15 Monate durch den Einsatz dieser günstigeren Methode.“

Fakten:

- Das System spart voraussichtlich bis zu 200 Kilogramm Diesel pro Stunde.

- Die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen beträgt bis zu 172 Tonnen pro Jahr und Schiff.

- Das EU-Projekt, das Göteborg Energi und Stena Line zusammen erarbeitet haben, heißt Celsius Smart Cities. Weitere Informationen unter www.celsiuscity.eu

- Das Fernwärme-System in Göteborg heizt größtenteils mit Abfall.

Über Stena Line

Seit ihrer Gründung im Jahr 1962 hat sich die schwedische Reederei Stena Line zu einem der größten Fährunternehmen der Welt entwickelt. Im Jahr 2013 transportierte die Flotte etwa 14,6 Millionen Passagiere, 3 Millionen Autos und 2 Millionen Frachteinheiten zwischen den Niederlanden und Großbritannien, auf der Irischen See sowie auf der Ostsee  zwischen Dänemark, Norwegen, Schweden, Polen, Lettland und Deutschland. Die Flotte besteht aktuell aus 39 Schiffen, die Ziele auf 23 Routen anfahren. Darüber hinaus gehören umfangreiche Pauschal- und Serviceangebote zu den Leistungen des Unternehmens.  Stena Line operiert in Deutschland von vier Häfen und zwei Standorten aus, der Stena Line GmbH & Co. KG in Rostock sowie  Stena Line in Kiel als Betriebsstätte der Stena Line Scandinavia AB, Göteborg. www.StenaLine.de

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